Dass se.xuelles Selbstbewusstsein mit Grenzen zu tun hat, durfte ich erst lernen.
Dank meiner Berufung kann ich ja durchaus viel Erfahrung sammeln und einiges ausprobieren.
Da meine Se.xualität reaktionär ist – also ich eine konkrete Situation brauche, um in Erregung zu kommen – war mir am Anfang meiner Laufbahn als Escort nicht ganz klar, was ich wirklich möchte und was ich denke, dass ich möchte, weil es gängigen Vorstellungen entspricht, wie Se.xualität "sein sollte".
An.al ist das beste Beispiel. Dem gehe ich in einem meiner ersten Blogs auf den Grund.
Sagen zu können, wann ich "hinten" berührt werden möchte und wie, braucht Selbstbewusstsein.
Zu sagen, "Ne, so nicht, bitte lieber so" erfordert zum einen Erfahrung, um das überhaupt zu wissen, und Vertrauen in mein Gegenüber, dass meine Grenze auch respektiert wird.
Zu erkennen, "Oh, das ist mir zu schnell/intensiv/langsam", und das auch zu verbalisieren, braucht Selbstbewusstsein.
Und das, Jay, ist ein Prozess.
Wie Kristina Marlen sagt: Du erreichst se.xuelles Selbstbewusstsein nicht einmal und dann hast Du's.
Nein. Du forscht immer weiter.
Lebenslanges Lernen, auch in der Se.xualität.
Was für ein spannender Gedanke, findest Du nicht?